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Nottulner besuchen polnische Partnerstadt

Delegation genießt Zeit in Chodzież

Die Nottulner Delegation sammelte viele Eindrücke in Chodziez.

Von Marita Strothe

NOTTULN. Gut 30 Personen, Mitglieder des Komitees für Städtepartnerschaft der Gemeinde und andere interessierte Nottulner haben am Wochenende die Freunde in Chodzież besucht. Neben dem jährlichen Komiteetreffen hatten die Gastgeber ein attraktives Programm organisiert.
So wurden die Nottulner am Freitagmorgen in der Grundschule Nr. 1, die von 800 Schülern besucht wird, von Chodzieżs Komiteevorsitzenden Beata Roguszka und Bürgermeister Jacek Gursz willkommen geheißen und besichtigten danach mit der Schulleitung einen Teil der Räume. Anschließend teilte sich die Delegation in Gruppen auf. Die fünf Jugendlichen beschäftigten sich weiter in Workshops, die anderen besuchten entweder die Werkstätten für therapeutische Beschäftigung oder fuhren zur Papierfabrik in Margonin. Das Stammwerk liegt in Kaczory und die Zweigstelle ist seit 2014 in Chodzież Nachbarstadt Margonin ansässig. Auch die einheimischen Besucherinnen und Besucher der Gruppe staunten dort über die riesigen Papierrollen, drei Meter breit und rund 80 Kilometer lang, die aus Zellulose hergestellt und zu Toilettenpapier, Küchentüchern und Ähnlichem weiter verarbeitet werden.
Am späten Nachmittag stand dann mit der gemeinsamen Komiteesitzung ein wenig Arbeit auf dem Programm. Auch Nottulns Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes hatte sich mittlerweile, direkt aus seinem Urlaub kommend, zur Gruppe hinzugesellt. „Unsere Städtepartnerschaft ist notwendiger denn je“, unterstrich Nottulns Komiteevorsitzender Robert Hülsbusch zu Beginn. „Wir sind das Fundament, auf dem dieses Europa wächst und gedeiht“, ergänzte Thönnes. „Machen wir uns an die Arbeit!“ Auch sein Amtskollege Gursz unterstrich die Wichtigkeit des Treffens und der Freundschaft.
Die Vorsitzenden blickten von beiden Seiten darauf zurück, was im vergangenen Jahr geschah und machten dann neue Pläne für die Zukunft. So wird die nächste gemeinsame Komiteesitzung in 2026 in Nottuln stattfinden. Neben allgemeinen Ideen stellte Beata Roguszka auch schon Vorschläge für das Partnerschaftsjubiläum 2027 in Chodzież vor. Die Vorsitzende regte an, gemeinsame 35 Jahre unter dem Motto „Chodzież und Nottuln gemeinsam in Bewegung“ auch mit sportlichen Aktivitäten zu feiern.
Thönnes bedankte sich zum Abschluss der Sitzung mit Nottulner Präsentkisten bei Roguszka und allen polnischen Komiteemitgliedern für ihre Gastfreundschaft. Diese genossen dann alle wieder gemeinsam beim Grillabend am See.
Am Samstag unternahm die gesamte Gruppe einen Ausflug nach Bydgoszcz (Bromberg). Dort wurden auf der Mühleninsel die heute als Kulturzentrum genutzten Rother-Mühlen besucht, von deren Aussichtsterrasse man einen guten Blick auf die beeindruckende Stadt mit ihren historischen Gebäuden hatte. Ein Stadtführer begleitete die Besucher anschließend bei einer Schiffstour auf der Brda und einem Gang in die Altstadt.
Am Nachmittag fuhr die Gruppe dann zum Spaziergang im Myślęcinek-Park, dem größten Botanischen Garten und Kulturpark innerhalb einer polnischen Stadt. Dort befindet sich auch das Restaurant Stodoła, wo für alle ein leckeres Abendessen serviert wurde.
Am Sonntagvormittag hieß es dann wieder: Abschied nehmen. Bis zum nächsten Freundschaftstreffen.

Westfälische Nachrichten, 15. Oktober 2025

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