Präsidentschaftswahlen in Großpolen
Jacek Gursz als Wahlkämpfer

Täglich ist Jacek Gussz , Bürgermeister aus Chodziez, bei den Präsidentschaftswahlen für den PO-Kandidaten Rafał Trzaskowski im Einsatz.
NOTTULN/CHODZIEZ. Jacek Gursz, der Bürgermeister aus Nottulns polnischer Partnerstadt, ist seit Wochen im Stress. Am Sonntag findet in Polen die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Und hier hat der Bürgermeister aus Chodzież eine wichtige Funktion, teilt das Partnerschaftskomitee aus Nottuln mit.
Er ist nämlich der Wahlkampfleiter in Großpolen und Mitglied des Zentralstabs von Rafał Trzaskowski, des Kandidaten der Platforma Obywatelska (PO), die die letzten Parlamentswahlen gewann und so Donald Tusk als Ministerpräsidenten möglich machte. Geht es nach Jacek Gursz, soll nun die PO auch den Präsidenten stellen.
Der jetzige Präsident Andrzej Duda von der Partei PiS kann nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten. Jacek Gursz schrieb nun dem Fachbereich Chodzież des Partnerschaftskomitees, was seine Aufgaben zurzeit sind:
„Ich koordiniere alle Aktivitäten in unserer Woiwodschaft (vergleichbar mit einem Bundesland in Deutschland). So auch das Aufhängen von Bannern und Plakaten. Ich organisiere alle Details der Wahlkampftreffen. Ich leite die Treffen der lokalen Mitarbeiter. Unser Kandidat kann nicht oft zu uns nach Wielkopolska kommen. Also führen wir so eine Reihe von Aktionen ohne ihn durch, um ihn zu unterstützen. Wir haben spezielle Treffen: mit Frauen, mit der Kommunalverwaltung, mit Jugendparlamentariern und so weiter. Ich behalte alles im Auge. Natürlich nehme ich auch an Treffen mit Rafal Trzaskowski teil, wenn er in Großpolen auftritt. Ich selbst verteile auch Flugblätter in Chodzież und Umgebung und führe auch Kampagnen in den sozialen Medien durch. Es gibt viel zu tun, und ich darf nicht vergessen, dass ich in erster Linie die Aufgabe habe, Bürgermeister von Chodzież zu sein. Das vernachlässige ich nicht.“
Nach den aktuellen Umfragen ist Rafał Trzaskowski der klare Favorit. Ihm folgen Karol Nawrocki, der von der rechtsgerichteten Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) unterstützt wird, und Slawomir Mentzen von der radikalen rechten Konfederacja Wolność i Niepodległość. Die anderen Kandidaten erreichen in den Umfragen zwischen vier und acht Prozent Zustimmung. „Aber“, so Jacek Gursz, „heute handelt es sich um Umfragen. Der wahre Wille des polnischen Volkes, wer Präsident werden soll, wird sich am Sonntag, den 18. Mai zeigen.“
Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass einer der Kandidaten in der ersten Runde gewinnt, so dass die Polen den Namen des neuen Präsidenten erst nach der Stichwahl am Abend des 1. Juni erfahren werden.
Westfälische Nachrichten, 14. Mai 2025
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