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Krakau
Der polnische Papst ist überall präsent: Die beiden Partnerschaftskomitees aus Chodziez und Nottuln vor dem Priesterseminar, in dem sie während der Krakau-Tage wohnten, unter einem Bronzerelief von Papst Johannes PauII. Foto: Peter Buddendick

Zum Jubiläum ein großes Bürgerfest

Zwei Komiteesitzungen in Krakau

Von Peter Buddendick

Nottuln/ Krakau. Zu gleich zwei Komiteesitzungen kamen die Gruppen aus Chodziez und Nottuln in Krakau zusammen um einerseits die Planungen für das große Fest zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft im kommenden Jahr (7./8. bis 11. Juni 2012) in Nottuln abzuschließen, andererseits auch über die regelmäßigen Austauschprogramme von Schulen und Vereinen zu sprechen.

Peter Steil, Mitglied des Nottulner Komitees, informierte über drei Arbeitskreise, die wichtiger Teil der Veranstaltungen während der Festtage im Juni sein sollen. Ausstellungen mit Werken von Künstlern aus den beiden Gemeinden (evtl. auch aus der französischen Partnerstadt St. Amand-Montrond) sowie von Schülerinnen und Schülern aus den beteiligten Kommunen, Treffen vieler Vereinsmitglieder und ein Bürgerfest sind weitere Bestandteile.

Treffen dieser Art werden, wenn sie bestimmten Vorgaben entsprechen, durch Mittel der EU unterstützt. Jacek Gursz, Bürgermeister in Chodziez, sicherte die Unterstützung seiner Stadt für die Erlangung dieser Gelder zu. Für Jan Margowski, Vorsitzender des Komitees in Chodziez, ist es nun sehr wichtig, dass die Nottulner Vereine und Organisationen ihre Einladungen an die Partnervereine in Chodziez aussprechen. Schon jetzt scheint sicher zu sein, dass mindestens 200 Menschen aus der polnischen Partnerstadt zum Jubiläumsfest nach Nottuln kommenden werden.

Das bisher erarbeitete Programm, das Nottulns Komiteevorsitzender Robert Hülsbusch vorstellte, fand allgemeine Zustimmung zumal es auch Raum lässt für die gastgebenden Vereine und Organisationen. Die haben bereits bei ersten Vortreffen ihre Bereitschaft erklärt, sich aktiv an der Programmgestaltung zu beteiligen. Ziel ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für das Fest zu interessieren.

In der zweiten Sitzung wurde deutlich, wie umfangreich auch in diesem Jahr der Austausch zwischen den beiden Kommunen ist. Neben den regelmäßigen Begegnungen von Schülerinnen und Schülern, und im Sportbereich scheinen sich nun auch die Feuerwehren und die Schützen (auf Nottulner Seite die St. Antoni-Bruderschaft) sowie die Heimatvereine näher zu kommen. Begegnungen sind noch in diesem Jahr fest vereinbart. Zum jährlichen Jazz-Workshop in Chodziez, an dem Stefan Volpert, Mitglied des Nottulner Komitees, immer wieder teilnimmt, fuhren in diesem Jahr gleich vier Musiker aus den Baumbergen. Und das Sprachprojekt das in seiner ersten Auflage von Peter Steil und Andrzej Skibinski durchgeführt wurde, wird im Herbst dieses Jahres fortgesetzt. Dann kommt Lucjen Ordowski, um interessierte Nottulner aller Altersgruppen in die polnische Sprache einzuführen.

Aber auch neue Kontaktwünsche wurden angesprochen. So möchte die Kameradschaft ehemaliger Soldaten aus Nottuln eine Verbindung zu einer ähnlichen Gruppe in Chodziez aufbauen. Familien mit Kindern mit Behinderung würden gerne zum Jubiläum nach Nottuln kommen.

„Wenn Sie sehen, was in den nun fast 20 Jahren aus dieser Städtepartnerschaft geworden ist, dann muss Ihnen doch das Herz aufgehen“ sprach Robert Hülsbusch, Vorsitzender des Nottulner Komitees, den Mitbegründer dieser Verbindung, Prälat Jan Stanislawski, zum Ende der Sitzung direkt an. Die „riesengroße Freude“, von der dieser dann sprach, schien ihm ins Gesicht geschrieben zu sein. Und ein wenig Stolz schwang da auch mit. Die Einladung für „eine Woche Nottuln und das Münsterland intensiv“ jedenfalls nahm er gerne an. Das Gästezimmer im Pfarrhaus St. Martinus – dies versicherte Hansjörg Krukenberg als Überbringer der Einladung – steht dafür zur Verfügung. Und dass Prälat Stanislawski die Jubiläumstage in Nottuln auch miterleben möchte, machte er ebenfalls deutlich.

Westfälische Nachrichten, 25. August 2011

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