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Komiteetreffen
Robert Hülsbusch (l.) und Peter Steil (r.) überreichten Andrzej Skibinski eine Nottuln-Fahne. Im nächsten Jahr wird Peter Steil nach Chodziez reisen und dort Deutschunterricht anbieten.Foto: (Dieter Klein)

Neuer Stein im Mosaik der Partnerschaft

Bürgermeister und Chodziez-Komitee verabschieden Andrzej Skibinski

Nottuln - Im Kaminzimmer der Alten Amtmannei drängelten sich am Montagnachmittag die Menschen: Bürgermeister, Mitglieder des Partnerschaftskomitees, Schulleiter, Mütter, Kinder. „Wir alle sind gekommen, um uns von unserem Freund Andrzej Skibinski zu verabschieden“, eröffnete Peter Steil die Runde. „Vielen von Ihnen ermöglichte sein Besuch, ein wenig Polnisch zu schnuppern. Es soll ein Anfang sein, zum Appetitanregen, gewissermaßen.“
Bürgermeister Peter Amadeus Schneider: „Der Verdienst hier gebührt Peter Steil. Aber mein Dank gilt auch den Schulleitern. Für mehr als 60 Kinder und Jugendliche führte dieser Weg zu einer Erstbegegnung mit der polnischen Sprache. Doch ist es ein ermutigendes Beispiel, so viele junge Botschafter für Polen, für die Zukunft unserer Städtefreundschaft zu sehen.“ Gleichzeitig überreichte der Bürgermeister Andrzej Skibinski eine Urkunde über seine Tätigkeit in Nottuln.
Robert Hülsbusch, Vorsitzender des Chodziez-Komitees, lobte: „Seit über 18 Jahren engagiert sich unser Freund Andrzej für die Partnerschaft zwischen Nottuln und Chodziez. Keiner war so oft in Nottuln wie Andrzej. Niemand hat so viele Kinder und Jugendliche nach Nottuln begleitet wie du. Du hast uns nicht nur die Sprache, sondern oft auch die polnische Mentalität übersetzt. Hast auch in Polen die deutschen Befindlichkeiten erklärt und dafür um Verständnis geworben. An der Schnittstelle der Beziehungen zwischen Polen und Deutschen in diesem kleinen Rahmen steht Andrzej Skibinski. Und mit dem Sprachunterricht in Nottuln hast du nach 18 Jahren ein neues funkelndes Mosaiksteinchen in das bunte Bild unserer Partnerschaft gesetzt.“
Hülsbusch dankte auch Peter Steil: „Ohne dich, ohne deinen Mammuteinsatz wäre das Projekt sicher nie zustande gekommen. Lieber Peter, wir sind dir sehr dankbar.“
Für Andrzej Skibinski hatte Hülsbusch eine „Flagge aus Nottuln“ mitgebracht. „Die kannst du dann jeden Morgen in deinem Garten hochziehen . . .“ In diesem Augenblick sprang Andrzej Skibinski auf und rief spontan: „Ich bin ein Nottulner!“ Und was die vielen Geschenke betraf, die ihm von allen Seiten gereicht wurden, meinte er: „Jetzt brauche ich wohl einen Lastwagen, um damit heimzukommen.“
Von Dieter Klein, Nottuln

Westfälische Nachrichten, 8.Dezember 2010

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