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Niemiecki? Jasne! - Polnisch? Na klar!

Europäische Union fördert Sprachprojekt in Nottuln

Nottuln. Für viele Nottulner ist er kein Unbekannter: Andrzej Skibinski – „Skiba“, wie ihn seine Freunde nennen -, Mitglied des polnischen Partnerschaftskomitees von Anfang an und der vielleicht häufigste Gast aus Chodziez in unserer Gemeinde. Jetzt kommt der inzwischen pensionierte Deutschlehrer für ganze vier Wochen nach hier und wird Sprachangebote in seiner Muttersprache für Jung und Alt machen.
In verschiedenen Grundschulen, der Realschule, dem Gymnasium und dem Katholischen Bildungswerk wird er interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf unterhaltsame Weise mit der polnischen Sprache bekannt machen. Zweimal wöchentlich und, nach Absprache, eventuell zusätzlich einmal an einem Samstag, werden sich die einzelnen Gruppen zur gemeinsamen Arbeit treffen, teilte da Nottulner Partnerschaftskomitee mit.
. Möglich macht das ein gemeinsames Projekt beider Partnerstädte, 'Niemiecki? Jasne! - Polnisch? Na klar!', das die Europäische Union im Rahmen ihres Programms "Freiwilligendienste älterer Menschen" fördert.
Bereits im vergangenen Jahr hatten die Partnergemeinden sich um diese Förderung bemüht (wir berichteten), diese war aber an fehlenden Geldmitteln gescheitert. Umso mehr freuen sich die Bürgermeister und die Partnerschaftskomitees hier und in Chodziez, dass der Antrag in diesem Jahr erfolgreich war. „Ein sehr konkretes, sehr gut nachvollziehbares, sehr interessantes Projekt“, wie es in der Bewertung seitens der EU wörtlich heißt.
Im Verlauf des zweijährigen Projekts ist Andrzej Skibinski der erste von vier Freiwilligen, die jeweils für vier Wochen in der Partnergemeinde ehrenamtlich Angebote in ihrer Muttersprache machen. Ihm wird Peter Steil folgen, der im Frühjahr 2011 vier Wochen in Chodziez als Sprachassistent den Deutschunterricht an verschiedenen weiterführenden Schulen unterstützen wird und außerdem an der „Universität des dritten Lebensalters“, der Volkshochschule für Senioren, unterrichten wird. Die zweite Phase des Projekts wird dann, mit gleichem Programm, aber anderen Freiwilligen, im Herbst 2011 und im Frühjahr 2012 durchgeführt werden, berichtete das Partnerschaftskomitee abschließend.

Westfälische Nachrichten, 5.November 2010

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