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Am Mittwoch dieser Woche diskutierte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Angelica Schwall-Düren mit den polnischen und deutschen Jugendlichen.

Freundschaft gefestigt

Realschule hatte Gäste aus Chodziez

Nottuln. Dass die Zahl 13 kein schlechtes Ohmen sein muss, zeigte der 13. Schüleraustausch zwischen dem Lyceum aus Chodziez und der Liebfrauenschule Nottuln. 22 Schülerinnen und Schüler mit ihren zwei Lehrerinnen Joanna Ciepluch-Lach und Sylwia Boberska-Kaminska waren für eine Woche bis Donnerstag zu Gast in Nottulner Familien. Kaum angekommen, wurden die bereits bestehenden , Freundschaften wieder aufgefrischt. Schließlich hatten die Nottulner Schüler bereits eine Woche in Chodziez verbracht.
Begrüß wurden die Gäste von der stellvertretenden Schulleiterin Christiane Schabos, bei der diesmal alle Fäden zusammenliefen und die gemeinsam mit ihrem Kollegen Gerd Schröder für den harmonischen Ablauf der Schülerbegegnung Sorge trug.
Die Jugendlichen erlebten eine Woche mit einem abwechslungsreichen Programm. Am Freitag fand ein Rundgang durch Nottuln statt. Nach der Führung durch die Pfarrkirche mit Dechant Bernhard Tietmeyer wurden die Gäste von der stellvertretenden Bürgermeisterin Renate Brülle-Buchenau im Namen der Gemeinde will kommen geheißen. Nachmittags fuhr man zum DÜB in Dülmen.
Samstags erlebten die Schüler eine Stadtführung der etwas anderen Art. Gisa Nölscher, Lehrerin der Realschule, wusste mit ihren Insiderkenntnissen über Münster die Schüler zu begeistern. Zum Abschluss durfte natürlich die Besichtigung des Friedenssaales nicht fehlen. Am Montag hieß es auch für die polnischen Schüler der Schulpflicht nachzugehen. Unterrichtshospitationen und ein deutsch-polnisches Projekt standen auf dem Programm, bevor es dann zur BASF nach Hiltrup ging. Die Betriebsbesichtigung, organisiert von Christina Bachhausen, zeigte interessante Einblicke in den Produktionsablauf.
Der Dienstag und der Mittwoch standen aus Anlass des EU-Beitritts von Polen ganz im Zeichen der Politik. Durch persönliche Kontakte von Frau Brendel hatten die Schüler die Gelegenheit Politik hautnah zu erleben. Neben der Besichtigung des Landtags in Düsseldorf stellten sich zwei Landtagsabgeordnete den Fragen der Jugendlichen. Anschließend ging es in das Polnische Institut, wo polnisch-deutsche Schüler- und Kulturprojekte vorgestellt wurden. Natürlich wurden auch Altstadt und Kö in Düsseldorf besucht. Am Mittwoch war die Bundestagsabgeordnete Dr. Angelica Schwall-Düren in Begleitung von Renate BrülIe-BuchenauGast der Liebfrauenschule. Frau Schwall-Düren, Vorsitzende der deutsch-polnischen Gesellschaft, wusste auf Grund anschaulicher Erzählungen aus ihrer Lebensgeschichte und ihres persönlichen Engagements für deutsch-polnische Kontakte die Schüler zu begeistern. So machte sie immer wieder deutlich, dass zwischenmenschliche Beziehungen und Grenzen überschreitende Freundschaften der Beginn sind, Vorurteile und gegenseitige Angste abzubauen. Auch erläuterte sie an konkreten Beispielen die Vorteile des Beitritts Polens in die EU für die deutschen und polnischen Bürger.
Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, ganz offen über ihre Erfahrungen zu berichten und Zukunftsfragen zu stellen. Dass für die Zukunft dieser Jugendlichen Freundschaften entstanden sind, die über den Austausch hinausgehen, zeigte die Abschlussparty bei Familie Laakmann, wo bereits Verabredungen für die Sommerferien getroffen wurden . . .

Westfälische Nachrichten - 22. 05. 2004

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