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Freude über den Eintritt in die europäische Familie

Nottuln. Auf Einladung der Stadt Chodziez und des dortigen Städtepartnerschaftskomitees besuchten Bürgermeister Heinz Fliß und sein Amtsvorgänger Bernd Mensing, der heute Mitglied des Nottulner Städtepartnerschaftskomitees ist, anlässlich der EU-Erweiterung die Partnerstadt Chodziez. ln Chodziez fand auf dem Marktplatz im Zentrum der Stadt eine große öffentliche Feier statt. Hunderte von Bürgern hatten sich versammelt, als pünktlich um Mitternacht durch Böllerschüsse der Beitritt Polens in die EU unüberhörbar verkündet wurde.
In kurzen Ansprachen wiesen der polnische Bürgermeister Wojciech Nowaczyk und Bürgermeister Heinz Fliß auf die historische Bedeutung diesesTages für beide Länder hin. In den nun schon länger als zwölf Jahre dauernden guten Beziehungen der beiden Städte sei wichtige Vorarbeit für das gegenseitige Verständnis und das freundschaftliche Miteinander der Menschen in beiden Kommunen geleistet worden. Bürgermeister Heinz Fliß überbrachte die Grüße der Nottulner Bürger und des Rates und bat darum, die gute freundschaftlichen Beziehung zu nutzen und weiter auszubauen.
Bürgermeister Nowaczyk bedankte sich für das Schreiben, das ihm aus Anlass der EU-Erweiterung aus Nottuln übergeben worden war (wir berichteten). Er überreichte dem Nottulner Bürgermeister eine Botschaft an die Nottulner Bürger. Sie hat folgenden Wortlaut:

,,Sehr geehrte Freunde, herzlichen Dank für euren Brief. Es ist uns besonders angenehm, dass am Eingang des gemeinsamen 'europäischen Hauses' unsere Freunde aus der Partnerschaftsgemeinde Nottuln stehen. Die partnerschaftliche Beziehung zwischen unseren Gemeinden entwickelt sich schon seit zehn Jahren, dank derer Bürger der Stadt Chodziez öfter zu Gast in der EU sein konnten und Bürger der Gemeinde Nottuln bei uns als Ambassadeure der EU zu Besuch waren. Heute sind wir offiziell Bürger im vereinten Europa, obwohl Polen und die polnischen Bürger schon seit tausend Jahren in der Geschichte des Kontinents vertreten sind. Uns ist es bewusst, dass ein eigenes Zimmer im 'europäischen Haus' für uns eine Chance bedeutet, zugleich aher auch eine große Herausforderung; ein Vorteil, der jedoch mit Pflichten verbunden ist. Trotzdem freuen wir uns über den Eintritt in die europäische Familie. Wir freuen uns um so mehr, weil in dem gemeinsamen Haus unsere deutschen Freunde aus Nottuln unsere Nachbarn sein werden. Wir versichern, dass in unserer gastfreundlichen Stadt Nottulner Bürger immer mit offenen Armen begrüßt werden, jetzt - so wie es jetzt auch war."

Westfälische Nachrichten, 15.4.2004

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