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Bunte Luftballons sorgten für farbenfrohen Auftakt

-lia- Nottuln. Plemdze, Reibeplätzchen oder galette de pomme de terre - die mehrsprachige Speisekarte der Landfrauen machte es deutlich: Auf dem Bürgerfest am Samstagnachmittag zwischen Kirche und Kurien wurde nicht nur eine Sprache gesprochen. Französisch, Polnisch, Deutsch und Englisch war da zu hören und bei Verständigungsschwierigkeiten halfen wohl auch die Hände und Füße mit. Was aber das Feiern anging, da verstand man sich auch ohne Worte. Bis in die tiefe Nacht hinein feierten Freunde aus Nottuln, Chodziez und St. Amand gleichermaßen ihre Partnerschaft und damit verbunden die vielen Freundschaften, die in den vergangenen Jahren geknüpft worden sind. Nicht die großen Reden, sondern die kleinen Gespräche waren es, die beim Bürgerfest im Ortskern im Mittelpunkt stehen sollten. Und das signalisierte schon die Eröffnung. Anstelle von vielen offiziellen Worten waren es bunte Luftballons, die auf das Zeichen von Bürgermeister Heinz Fliß aus den Händen von Kindern der strahlenden Sonne entgegenflogen und so den Besuchern die farbenfrohe Eröffnung eines ebenso farbenfrohen Festes bescherten. Für die bunte Vielfalt sorgten vor allen Dingen die Vereine mit ihren Ständen oder Auftritten: Auf der Bühne auf dem Stiftsplatz sorgten die Hummelbienchen und die Figaros der Karnevalsgesellschaft für Schwung, die Frauen der Frauengemeinschaft für laute Lacher und die Kinderchöre aus Nottuln und Darup sowie die Schapdettener Joy Kids, die Bigband der Musikschule, der Chor Rainbow Glory, die Hale-Bopp-Bigband mit dem Chor des Dom Kultury Chodziez, die Bands Surprise und Resurrection sowie die Chodziezer Summerband für die richtigen Töne. Auch an den Ständen auf dem Kirchplatz tobte das Leben, nicht nur in der von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) betreuten Hüpfburg. Am Aktionsstand des Vereins Nottulner Hilfsdienste, der mit Tombola, Buttonmaschine und vielen Spielgeräten ein großes Angebot hatte, war jede Menge los. Die Kolpingfamilie machte mit einem Spiegelmalstand Furore, die Pfadfinder mischten mit Spielen wie Dosenwerfen und Fädenziehen mit. Und bei den Schülern der Liebfrauen-Realschule gab es nicht nur Sandwiches und Schokoriegel, sondern wurde auch leidenschaftlich Schach gespielt. Mit Eis und Karussell war die Friedensinitiative vertreten. Was das Essen anging bekamen die Besucher einiges geboten: Mit Pommes und Bratwurst konnten sowohl der Schützenverein Gemütlichkeit Stevern als auch die Karnevalsgesellschaft und die Pfadfinder dienen und am Stand des Vereins Hilfe für Narowlja gab es noch Wodka und jede Menge Infos dazu. Wers lieber bayrisch mag, der war im blau-weißen Zelt des Motorrad-Clubs Appelhülsen bei Brezeln und Weißbier gut aufgehoben. Heiße Waffeln von der Seniorenstube und leckeren Kuchen vom AK Integration und vom MGV rundeten das Angebot ab. Der Badminton-Club No Limit, die Naoberschopp Hummelbierk und der SV Borussia Darup sorgten für die Getränke. Und doch: Bei all dem bunten Treiben auf Kirch- und Stiftsplatz bis spät in die Nacht, das einen gelungenen Abschluss darstellte: Der festliche Gottesdienst nach der Kranzniederlegung, den Pfarrer Dechant Bernhard Tietmeyer und Prälat Jan Stanislawski mit einer großen Gemeinde feiern durften, war für viele nicht nur ein Höhepunkt, sondern auch die beste Gelegenheit, Dank zu sagen für die schöne gemeinsame Zeit in Nottuln. 

Westfälische Nachrichten - 03.06.2002

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